Wissenschaftler in Griechenland und im Ausland setzen innovative Verfahren ein, um sowohl den Bienenstock als auch seine Produkte zu „lesen“ und so Daten über Pestizide und Umweltschadstoffe wie Schwermetalle zu sammeln, die in der Luft vorhanden sind oder durch die Bienen von den Feldern aufgenommen und in den Bienenstock getragen werden. Neun Länder, darunter auch Griechenland, untersuchen mit ELGO DIMITRA das am besten geeignete, nicht-invasive Verfahren zur Kontrolle der Belastung der Bienen mit Pestiziden.
Um zu allen diesen Punkten Daten erheben zu können, verwendeten sie ein innovatives Verfahren. Die Wissenschaftler haben eine handtellergroße Tablette entwickelt, die im Bienenstock platziert wird, dort die von den Bienen aus der Umgebung in den Bienenstock getragenen Stoffe aufnimmt und so den Pestizidgehalt misst. Die von den Bienen produzierte Propolis wird auf Schwermetalle getestet und für die Datenerfassung von aromatischen Kohlenwasserstoffen nutzten sie Silikonringe, die ebenfalls im Bienenstock platziert werden.
Ferner erstellten die Wissenschaftler geografische Modelle, um diejenigen Gebiete zu identifizieren, in denen die größten Mengen an Pestiziden, Schwermetallen und Umweltschadstoffen registriert werden. Sie untersuchten dabei ländliche, städtische und nichtstädtische Gebiete. Den Ergebnissen zufolge sammeln die Bienen im Mittelmeerraum in Bezug auf Pflanzenbiodiversität Pollen von mehr verschiedenen Pflanzenarten als in anderen Regionen. Zudem ist in Nordeuropa, im Vergleich zu Südeuropa, eine höhere Belastung mit Schwermetallen zu verzeichnen. Dies kann neben der in Nordeuropa stärker ausgeprägten Industrie auch mit den Böden zusammenhängen und somit einen normalen Zustand darstellen. In Bezug auf Pestizidbelastung konnten zwischen diesen Ländern zwar keine nennenswerten Unterschiede identifiziert werden, allerdings zeigte sich, dass es städtische Gebiete mit erhöhten Pestizidwerten gibt.
Um dies zu erreichen, setzten die Forscher unbeteiligte Bürger ein. Das bedeutet, an dem Programm nahmen Bürger teil, in diesem Fall Imker aus ganz Europa, die sich bereit erklärten, alle zwei Wochen Proben des Materials aus ihren Bienenstöcken zu entnehmen und sie uns zur Datenerhebung zuzusenden. Diese Hilfskräfte folgen stets einem gut strukturierten Arbeitsprotokoll, um die Qualität der Ergebnisse sicherzustellen. Die wissenschaftliche Arbeit der Hilfskräfte ermöglichte jeweils die Erfassung einer weitaus größeren Datenmenge, die sonst von Wissenschaftlern allein nicht hätte erhoben werden können.





