von Giorgos Frantzeskakis, Schauspieler
Im Winter geht es in der Küche ruhiger zu – es gibt weniger Farben, aber dafür intensivere Aromen und ein größeres Bedürfnis nach Ausgewogenheit. Der Wintersalat ist keine Beilage, sondern eine leichte Mahlzeit für jede Tageszeit, die sättigt, ohne zu beschweren. Man kann ihn vor oder nach einer Probe oder einer Vorstellung, zwischen zwei Verpflichtungen oder spät am Abend essen, wenn man nicht viel, aber etwas Kleines zu sich nehmen möchte.
Rotkohl hat einen intensiven, charaktervollen – man könnte fast sagen theatralischen – Geschmack. Richtig zubereitet ist er zart und eignet sich perfekt als Grundlage für einen Salat, den man je nach Stimmung mit verschiedenen Zutaten anpassen kann.
Wintersalat mit Rotkohl und Joghurt (mit Variationen)
Zutaten (für 4 Portionen)
- 1 kleiner Rotkohl (ca. 500 g)
- 1 große Karotte
- 1 kleine Zwiebel
- 2 Esslöffel Sellerieblätter, fein gehackt
- 200 g griechischer Joghurt
- 2 Esslöffel Apfelessig oder weißer Essig
Optional:
- 1 grüner Apfel, grob gerieben oder in sehr dünne Scheiben geschnitten
- 40 g Walnüsse oder Mandeln, leicht geröstet und grob gehackt
- ½ TL Kreuzkümmel (ganz oder gemahlen)
Zubereitung
Den Rotkohl so fein wie möglich schneiden und in eine große Schüssel geben. Mit den Händen 1–2 Minuten lang durchkneten, um die harten Zellstrukturen aufzubrechen und ihn mürbe zu machen. Dieser Schritt ist entscheidend – der Kohl muss sich „öffnen“, damit er zart wird.
Die geriebene Karotte, die Zwiebel und die fein gehackten Sellerieblätter hinzufügen. Wer sich mehr Frische und eine dezente Süße wünscht, kann an dieser Stelle den grünen Apfel dazugeben.
In einer kleinen Schüssel den Joghurt mit dem Apfelessig oder dem weißen Essig zu einer glatten, leichten Creme vermischen. Wer ein warmes Aroma erreichen möchte, gibt nun einen halben Teelöffel Kreuzkümmel hinzu – jedoch sehr sparsam, denn das Gewürz soll den Geschmack unterstreichen, anstatt ihn zu verdecken.
Die Joghurtmischung über den Salat gießen und gut vermengen, damit sich die Zutaten verbinden. Wer dem Salat mehr Textur und Ausgewogenheit verleihen möchte, fügt zum Schluss die Nüsse hinzu.
Den Salat in einer Glasschüssel servieren. Er hält sich 1–2 Tage im Kühlschrank und wird oft am nächsten Tag noch cremiger und schmackhafter.





