von Sofia Kazantzian, Schauspielerin und Drehbuchautorin
Die antiken Griechen bezeichneten die Quitte als „goldenen Apfel“.
Die Frucht galt als Symbol der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Zuneigung, des Überflusses und des Glücks. Sie anzubieten, war stets mit einer Bedeutung verbunden. Die Quitte wurde mit der Leidenschaft in Verbindung gebracht, die Konflikte hervorruft, und mit der Liebe, die niemals einfach ist, sondern mit dem Schicksal verschmilzt. Es ist kein Zufall, dass der „goldene Apfel“ in der Mythologie mit Krieg, schwierigen Entscheidungen und Verlust verknüpft ist.
Vielleicht ist das auch der Grund, dass die Quitte nicht roh verzehrt wird. Sie ist herb und hart, und sie braucht Zeit, Geduld und Wärme, um ihre Süße zu entfalten – was ebenso für zwischenmenschliche Beziehungen gilt. Denn auch an diesen muss man arbeiten, und es erfordert Beharrlichkeit, um Vertrauen aufzubauen. Doch die Mühe lohnt sich!
Die Zubereitung der Quitten-Löffelsüßigkeit ist für mich wie ein kleines Ritual, das das Haus mit Duft, Erinnerungen und Behaglichkeit erfüllt. Irgendwo zwischen Kochkunst und einer Art Bekenntnis.
So bereite ich Quitten zu
Aromatische Quitten-Löffelsüßigkeit mit Mandeln und Duftpelargonie, mit bernsteinfarbenem Sirup und intensivem Aroma
Zutaten
- 500 g Quitten, gewaschen
- 1 Glas Wasser
- 500 g Zucker
- 1 Tasse Mandeln
- 1 Zweig Duftpelargonie
- Saft von ½ Zitrone
Zubereitung
Die Quitten waschen, das Gehäuse mit den Kernen entfernen und die Frucht in Stifte schneiden. Zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben und etwa 10 Minuten lang köcheln lassen, bis das Fruchtfleisch weich wird.
Den Zucker hinzufügen und bei geringer Hitze weiterkochen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Der Sirup dickt nach und nach ein und nimmt seine charakteristische bernsteinfarbene Farbe an.
Wenn er genügend eingedickt ist, den Zitronensaft, die Mandeln und die Duftpelargonie hinzufügen. Noch einmal aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
Die Duftpelargonie entfernen und die Löffelsüßigkeit gut abkühlen lassen, bevor sie in sterilisierte Gläser gefüllt wird.
Tipp: Die Farbe – hell oder tiefrot – hängt von der Sorte, dem Reifegrad und vor allem von der Kochzeit ab. Je länger die Löffelsüßigkeit kocht, desto tiefer wird ihre Farbe.





