Nikitas Trivyzas, Geschäftsführer des Umwelt- und Kulturparks Paros 

Paros ist eine Insel, auf der Geschmack und Erinnerung verschmelzen. In den Gassen von Parikia und Naoussa, in den kleinen Tavernen der Dörfer und in den modernen Restaurants, die mit kreativer Küche experimentieren, bestehen Tradition und Moderne nebeneinander. Hier ist Essen nicht nur Geschmack; es ist Geschichte, Landschaft, Lebensweise.

Die Küche von Paros vereint Altes und Heutiges. Schlangenbohnen und Kichererbsen, lokale Käsesorten wie Graviera, Mizithra und Xinomizithra, aber auch die eingelegten Spezialitäten von Paros, wie gesalzene Makrele oder sonnengetrocknete Sardinen, erinnern an eine Welt, in der aus Notwendigkeit wahre Geschmacksschätze entstanden. Heute verbinden junge Köche diese Traditionen mit modernen Techniken und schaffen so eine Küche, die authentisch inseltypisch und gleichzeitig lebendig und modern ist.

Lokale Weine, das Ergebnis einer langen Weinbautradition, begleiten Fisch und Vorspeisen und unterstreichen den salzigen Charakter des Meeres. Die Winzer der Insel haben Monemvasia, Mandilaria und Aidani zu international renommierten Rebsorten gemacht und lassen dabei das Wissen der Vorfahren auf die kreative Kühnheit der Gegenwart treffen.

Und genauso wie die Gastronomie von Paros ein Fest für die Sinne ist, gilt dies ebenso für die Landschaft. In Agios Ioannis Detis, an der Nordspitze der Insel, befindet sich der Umwelt- und Kulturpark, in dem Natur, Geschichte und menschliche Präsenz in einem seltenen Gleichgewicht stehen. Wenn man auf den Pfaden und den Felsen zu ruhigen Stränden wandert, spürt man die Insel jenseits ihres touristischen Charakters als lebendigen Organismus, der unaufhörlich produziert, kocht und seine Geschichte allein durch den Geschmack erzählt.

Die in diesem Artikel dargelegten Stellungnahmen stellen die persönliche Meinung des Autors dar und sollen nicht Positionen oder Ansichten des griechischen Ministeriums für ländliche Entwicklung und Ernährung unterstützen.