Aikaterini Papageorgiou, Regisseurin und künstlerische Leiterin des Theaters Bellos

Ich lebe und arbeite in Plaka – einem Viertel, das gleichzeitig in der Zeit und außerhalb der Zeit zu stehen scheint. Die Gassen sind voller Licht, Stimmen, Geschichten und einer unerklärlichen Gelassenheit. Wenn man die Treppe den Anafiotika hinaufsteigt, ändert sich der Rhythmus; die Stadt scheint zu flüstern, um dir die Schönheit der Einfachheit aufs Neue nahezubringen.

Athen ist für mich eine lebendige Bühne – jede Straße spielt eine Rolle. Morgens erwacht die Stadt erst spät in den Cafés von Koukaki und Mets; mittags atmet sie auf, unter den Bäumen des Nationalgartens oder an den Tischen in Plaka, und wenn die Nacht hereinbricht, füllt sie sich mit Klängen, Lichtern und Musik. In den kleinen Bars von Psirri und Metaxourgeio tanzt die Stadt zu verschiedenen Rhythmen – von Jazz bis Rebetiko, von elektronischer Musik bis zu griechischem Kunstlied. Athen scheut Gegensätze nicht.

Ich liebe es, mich in den engen Gassen von Thiseio zu verlieren und Metaxourgeio zu erreichen. Athen ist voller Künstler, voller guter Gesellschaft und voller Momente, die einem das Gefühl geben, dass ständig etwas Neues entsteht. Wenn ich jemandem eine Empfehlung geben müsste, würde ich sagen: Erkunden Sie die Stadt ohne eine Karte. Besuchen Sie ein Theaterstück im Odeon des Herodes Atticus, gehen Sie auf ein Konzert in Gazi und essen Sie in einer Taverne in Kypseli oder Pagrati. Ein bisschen mediterran, ein bisschen Balkan, ein bisschen Europa – das alles ist Athen. Eine Stadt der Gegensätze, die nicht aufeinanderprallen, sondern harmonisch nebeneinander existieren. 

Die in diesem Artikel dargelegten Stellungnahmen stellen die persönliche Meinung des Autors dar und sollen nicht Positionen oder Ansichten des griechischen Ministeriums für ländliche Entwicklung und Ernährung unterstützen.